Nachfolgeplanung
Sie wollen Ihr Unternehmen übergeben? Sie suchen einen Nachfolger?
Wichtig dabei ist, frühzeitig strategische Überlegungen anzustellen:
- Wann möchte ich die Firma übergeben?
- Wer kommt als Nachfolger in Betracht (Familie, Mitarbeiter, Extern)?
- Muss ein potentieller Nachfolger erst noch gefunden werden?
- Was ist meine Firma wert?
- Habe ich Beratungsbedarf?
Wir empfehlen 2-5 Jahre vor dem geplanten Übergabetermin tätig zu werden und erste Überlegungen anzustellen, sowie einen Zeitplan festzulegen, wann welche Schritte erfolgen sollen.
Der FEHR-Betriebsberater unterstützt Sie gerne bei den ersten Überlegungen. Ihr Ansprechpartner ist:
Matthias Schauer
Tel. 069/794004-40
Mail: » m.schauer(at)liv-fehr.de
» Basisinformationen
Basisinformationen
Zunächst einmal sollten Sie sich einen Überblick verschaffen, welche Fragestellungen auf Sie zukommen, um erkennen zu können, wo evtl. besondere Schwierigkeiten und Herausforderungen auf Sie warten.
Dies ist eine gute Ausgangsbasis, um Beratungsbedarf zu erkennen und Fragen zu sammeln, die es anschließend mit Experten zu besprechen gilt.
Hilfreich hierfür ist eine wirklich gut gemachte Broschüre des BMWi, die » hier als pdf-Dokument heruntergeladen werden kann.
» Sie suchen nach einem Nachfolger?
Suche im Umfeld des Unternehmers und Unternehmens
Zunächst einmal sollten Sie in Ihrem Umfeld nach geeigneten Nachfolgern suchen:
- Gibt es geeignete Familienmitglieder?
- Gibt es geeignete Mitarbeiter?
Ist dies der Fall, sollte man frühzeitig abklopfen, ob bei dem potentiellen Nachfolgekandidaten Interesse an einer Nachfolge besteht.
Ist dies nicht der Fall, muss man sich auf die Suche nach einem externen Interessenten machen.
Suche über die bundesweite Datenbank nexxt-change
Der FEHR ist Regionalpartner der Betriebsbörse nexxt-change
Empfehlenswert ist in diesem Fall eine kostenfreie Anzeige in der bundesweiten Datenbank » nexxt-change. Nähere Informationen erhalten Sie beim » FEHR-Betriebsberater. Mit diesem » Erfassungsbogen können Sie eine kostenfreie Anzeige in der Betriebsbörse nexxt-change beauftragen.
Weitere Möglichkeiten, Kontakt zu potentiellen Nachfolgern zu finden:
- Eigene Recherche in nexxt-change (Abfragen können dort auch per Mail abonniert werden)
- Meisterschulen
- Handwerkskammer
- Innung / Nachbar-Innungen
- Kollegenbetriebe, die evtl. an einem weiteren Standort bzw. zusätzlichen Mitarbeitern und Kunden interessiert sind.
Grundsätzlich ist es sicher sinnvoll, die Suche nach einem Nachfolger diskret zu gestalten, um Mitarbeiter und Kunden nicht zu verunsichern. Allerdings verbessert eine gewisse Offenheit die Chance, den entsprechenden Interessenten zu finden.
» Tipps für die Nachfolgeplanung
Welche Aspekte sind bei einer Nachfolge zu beachten?
- steuerliche Aspekte (Einkommenssteuer für Veräußerungs- bzw. Aufgabegewinn, Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer)
- betriebswirtschaftliche Aspekte (z.B. geeigneten Nachfolger finden, Bewertung des Unternehmens)
- finanzielle Aspekte (Finanzierung des Kaufpreises, Fördermittel, Versorgung des Veräußerers)
- psychologische Aspekte (Loslassen des Unternehmers, Akzeptanz des Nachfolgers, Beschäftigung mit dem eigenen Tod)
- rechtliche Aspekte (z.B. Beibehaltung der Rechtsform, Haftung des Übernehmers, Verträge/AN des Betriebs, Erbschaftssituation)
Folgende Empfehlungen und Tipps sollten beachtet werden:
- Für die Übergabe sollte mit einem Vorlauf von ca. 3-5 Jahren geplant werden.
- Bereiten Sie Ihr Unternehmen auf die Übergabe vor. Der Betrieb sollte wirtschaftlich rentabel und wettbewerbsfähig sein.
- Ziehen Sie externe Ratgeber hinzu um den realistischen Wert Ihres Unternehmens fest zu stellen.
- Informieren Sie sich über die steuerlichen und rechtlichen Folgen der Unternehmensnachfolge. Eventuell kann es sinnvoll sein im Vorfeld die Rechtform zu ändern.
- Prüfen Sie, ob Ihre bisherige Altersvorsorge ausreichend ist oder ob Sie zusätzlich auf den Erlös aus der Unternehmensveräußerung angewiesen sind. Stellen Sie fest, ob der von Ihnen avisierte Unternehmensausstieg mit dem Auszahlungstermin Ihrer gesetzlichen und privaten Altersversicherung korrespondieren.
- Erstellen Sie einen „Steckbrief“ für Ihren künftigen Nachfolger/in. Über welche persönlichen und fachlichen Qualifikationen sollte er oder sie verfügen?
- Stellen Sie fest, welche erbrechtlichen Regelungen und Ansprüche mit der Übertragung des Unternehmens verbunden sind.
- Nehmen Sie auf jeden Fall die Hilfe des Verbandes, der Handwerkskammer sowie Ihres Steuerberaters in Anspruch. Erforderlichenfalls ist auch das Hinzuziehen eines Rechtsanwalts oder Notars bzw. eines spezialisierten Unternehmensberaters sinnvoll. Um Konflikte zu vermeiden kann es sinnvoll sein, bei Gesprächen zwischen Ihnen und dem Nachfolger einen externen Moderator hinzuzunehmen.
- Planen Sie Ihre Zukunft: Was werden Sie nach dem Ausstieg aus Ihrem Unternehmen unternehmen?






