Präqualifizierung

Was ist Präqualifikation?

Präqualifikation ist die vorgelagerte, auftragsunabhängige Prüfung der Eignungsnachweise entsprechend der in § 6 VOB/A definierten Anforderungen. Damit kann jedes an öffentlichen Aufträgen interessierte Unternehmen künftig seine Eignung gegenüber den öffentlichen Auftraggebern zu erheblich reduzierten Kosten nachweisen.

Bei jeder Bewerbung auf öffentlich zu vergebende Aufträge sind umfangreiche Nachweisunterlagen vom Bewerber einzureichen und von den öffentlichen Institutionen zu prüfen. Ein beachtlicher Arbeits- und Personalaufwand auf beiden Seiten.

Die Präqualifizierung senkt Ihre Aufwände, sichert  die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens und stärkt Ihre Position beim Auswahlverfahren.

Um die Abwicklung bei einem öffentlichen Bewerbungsverfahren zu vereinfachen, wurde im April 2005 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ein Verfahren entwickelt, dass es ermöglicht, an einer zentralen Stelle seine Nachweisunterlagen zu hinterlegen, fortlaufend zu prüfen sowie aktualisieren zu lassen und so seine Nachweispflicht zu belegen.

Das bundesweit einheitliche Präqualifizierungsverfahren (PQ-VOB) hat sich etabliert und ist die einzige anerkannte Verfahrensweise, mit der die Leistungsfähigkeit, Fachkunde und Zuverlässigkeit eines Unternehmens nachgewiesen werden kann.

 

» Präqualifizierung - Grundlagen

Präqualifizierung - Grundlagen

Das Präqualifizierungsverfahren wird im Detail vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in der Leitlinie vom 25. April 2005 (bzw. der jeweils fortgeschriebenen aktuellen Fassung) sowie deren Anlage 1 und Anlage 2 geregelt.

Ein Unternehmen präqualifiziert sich quasi gewerkebezogen für mindestens einen Leistungsbereich. Unterschieden werden insgesamt 109 Einzelleistungs- und Komplettleistungsbereiche.

Zur Umsetzung des PQ-Verfahrens sowie zur Führung der Internetliste wurde der „Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V.“ (» www.pq-verein.de) gegründet, dessen Mitglieder sich aus Vertretern der öffentlichen Auftraggeber von Bund, Ländern und Gemeinden sowie der Bauwirtschaftsverbände und Gewerkschaften zusammensetzen. Der Verein beauftragt und beaufsichtigt die bundesweit sechs offiziellen Zertifizierungsstellen.

Mit der Eintragung in die Internetliste des PQ-Vereins müssen die präqualifizierten Unternehmen bei öffentlichen Vergabeverfahren nur noch ihren Präqualifizierungsnachweis einreichen bzw. die Registriernummer an Stelle von Einzelnachweisen angeben. Die nach VOB/A § 8 (3) erforderlichen Eignungsnachweise sind damit vollständig, aktuell und rechtlich abgesichert erbracht.

Wegen der erheblichen Vereinfachung auf beiden Seiten (Vergabestellen, Bewerber) und der großen Rechtssicherheit legen immer mehr öffentliche Auftraggeber Wert auf die Präqualifizierung.

» Das Verfahren PQ-VOB

Seit Anfang 2006 ist das vom Bund initiierte bundesweit einheitliche Präqualifizierungsverfahren für Unternehmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes im Einsatz. Die Unternehmen können sich auf freiwilliger Basis präqualifizieren lassen und werden dann in der Datenbank des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (» www.pq-verein.de) geführt. Die Datenbank hat einen öffentlichen Bereich (Anschrift, Leistungsbereiche) und ist für den nicht-öffentlichen Bereich zugangsgeschützt. Mittlerweile habe sich mehr als 1.000 öffentliche Vergabestellen registrieren lassen; sie alle haben Zugang auf die Datenbank.

Hintergrund

Öffentliche Auftraggeber verlangen bei der Vergabe nach VOB/A §8 von den Bewerbern umfangreiche Nachweisunterlagen zum Nachweis der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Diese Unterlagen müssen die Bewerber bei jedem Vergabeverfahren aufs Neue zusammenstellen. Die öffentlichen Auftraggeber prüfen die Unterlagen individuell. Auf beiden Seiten fallen damit erhebliche Kosten an, die sich durch das PQ-Verfahren reduzieren lassen.

Ziel der öffentlichen Auftraggeber ist es daher mittelfristig, nur noch präqualifizierte Unternehmen zu beauftragen bzw. als Subunternehmer zuzulassen. Aus diesem Grunde wurde das PQ-Verfahren mit der Neuausgabe (2006) in der VOB/A §8(3) verankert und zum Teil schon als verpflichtend eingeführt.

» Vorteile für präqualifizierte Unternehmen

Für präqualifizierte Unternehmen ergeben sich u.a. folgende Vorteile:

  • Geringer Zeit- und Kostenaufwand in der Bewerbungsphase um einen Auftrag, da nicht mehr alle Nachweisunterlagen einzeln eingereicht werden müssen, sondern nur noch die Abgabe der Zertifizierungsurkunde bzw. die Angabe der Registriernummer erforderlich ist.
  • Es ist denkbar, dass präqualifizierte Unternehmen bei beschränkten Ausschreibungen und freien Vergaben bevorzugt werden, da ausschreibende Stellen durch das Verfahren erhebliche Zeit- und Kostenvorteile realisieren können.
  • Durch die Listung in der PQ-Liste signalisiert das Unternehmen Seriosität (auch Privat- und Gewerbekunden können in den öffentlichen Angaben der Liste recherchieren).
  • Durch die Listung können neue Kontakte zu ausschreibenden Stellen entstehen, da diese in der PQ-Liste recherchieren können.
  • Die Eignungsnachweise, insbesondere die Referenzen, stehen den Vergabestellen über die Internet-Datenbank stets aktuell abrufbar zur Verfügung.
  • Der Ausschluss eines Angebotes aus formellen Gründen wegen nicht aktueller Eignungsnachweise ist ausgeschlossen, da die Ablauftermine von den PQ-Stellen überwacht werden.
  • Der Ausschluss eines Angebotes wegen unvollständiger oder inhaltlich nicht korrekter Eignungsnachweise ist ebenfalls ausgeschlossen, da von den PQ-Stellen nur rechtlich abgesicherte und geprüfte Unterlagen eingestellt werden dürfen.
  • Als Mitglied einer dem FEHR angeschlossenen Innung sparen Sie bei diesem Vorgang über unseren Partner bis zu 360 Euro beim Erstantrag und bis zu 220 Euro inden folgenden Jahren. » Hier finden Sie die Antragsunterlagen.

» Unser Partner Pöyry Deutschland GmbH, Mainz

Wir haben einen Rahmenvertrag mit der PQ-Stelle von Pöyry abgeschlossen, die unseren Betrieben beim Erstantrag bis zu 360 € spart (in den Folgejahren jeweils bis zu 220 €). Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Leitfaden.

Hier finden Sie weitere Informationen unseres Partners pöyry:

» Das Verfahren Schritt für Schritt

  • Die Antragsformulare und die Vertragsunterlagen können Sie sich » hier herunterladen.
  • Den unterschriebenen Vertrag (2-fach) senden Sie an Pöyry, das Antragsformular (1-fach) schicken Sie bitte per Fax an den FEHR (zur Bestätigung der Mitgliedschaft, wichtig für die Sonderkonditionen).
  • Wir prüfen die Mitgliedschaft und damit Berechtigung zur Nutzung der Vorzugskonditionen (Ersparnis beim Erstantrag für Mitglieder des FEHR bis zu 360 Euro, in den Folgejahren bis zu 220 Euro).
  • Nach Unterzeichnung durch die PQ-Stelle erhalten Sie ein Exemplar des Vertrags für Ihre Unterlagen zurück. Die vollständig ausgefüllten Nachweisunterlagen, die zugehörigen Belege und Referenzen senden Sie in einfacher Ausfertigung entweder per Brief, Telefax oder E-Mail an die PQ-Stelle unseres Partners Pöyry Deutschland GmbH. Musterformulare für die PQ-Unterlagen stellt » Pöyry hier zur Verfügung.
  • Nach Eingang der Antragsunterlagen führt die PQ-Stelle eine Vollständigkeitsprüfung durch und Sie erhalten eine Abschlagsrechnung in Form einer vorläufigen Honorarberechnung auf Basis Ihrer Angaben in den Antragsunterlagen. Die PQ-Stelle beginnt mit der Antragsprüfung, sobald die Zahlung auf dem Konto der PQ-Stelle eingegangen ist und der Vertrag unterschrieben vorliegt.
  • Die PQ-Stelle wird Ihre Antragsunterlagen nach den Regeln des Präqualifikationsverfahrens prüfen. Fehlende oder ungültige Unterlagen werden von Pöyry nachgefordert, bevor über den Antrag entschieden wird.
  • Im Fall der erfolgreichen Präqualifikation veranlasst die PQ-Stelle Ihre Eintragung in die vom Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. geführte Liste der präqualifizierten Unternehmen.
  • Nachdem die Eintragung erfolgt ist, erhalten Sie eine Bescheinigung über die Präqualifikation beim Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. sowie die zugehörige Registrierungsnummer beim Verein.
  • Sie erhalten eine Rechnung über die endgültige Abrechnungssumme.
  • Bitte berücksichtigen Sie für das komplette Verfahren etwa einen Monat Vorlaufzeit.
  • Zur Aufrechterhaltung Ihrer Präqualifikation werden Sie von der PQ-Stelle aufgefordert, ungültig werdende Dokumente durch aktuelle zu ersetzen. Sie können aber auch selbst tätig werden und Dokumente zum Austausch an Pöyry senden.

» Die PQ Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.

Das offizielle und verbindliche PQ-Verzeichnis wird von einem eingetragenen Verein im Internet geführt. Hier können ausschreibende Stellen prüfen, ob eine gültige Präqualifikation für einen potentiellen Auftragnehmer vorliegt.

Die PQ-Liste des Vereins finden Sie dann unter » pq-verein.de im Internet.








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