Unternehmer-Erklärung (EnEV 2009)

Unternehmer-Erklärung nach EnEV 2009

 

» Warum eine Unternehmer-Erklärung?

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) verlangt seit ihrer letzten Änderung durch die Ver-ordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung vom 29. April 2009 (BGBl I. S. 954 ff.) in § 26a EnEV, dass für bestimmte Arbeiten private Nachweise erbracht werden. Da-durch soll der Vollzug der EnEV gestärkt werden.

Der ZVEH empfiehlt zur Erfüllung dieser Pflichten, die formularmäßig wiedergegebenen Erklärungen zu verwenden, die Mitglieder im letzten Absatz herunterladen können.

Zur weiteren Vollzugsstärkung hat der Verordnungsgeber Ordnungswidrigkeiten in die EnEV 2009 aufgenommen, bei deren Begehung ein Bußgeld droht.
Ordnungswidrig handelt zum Beispiel, wer vorsätzlich oder leichtfertig eine Bestätigung nach § 26a EnEV nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig vornimmt.

» Wann muss ich eine Unternehmer-Erklärung abgeben?

Die Unternehmererklärung ist nicht in jedem Fall abzugeben, sondern nur bei Arbeiten im Gebäudebestand, also nicht bei Arbeiten im Neubaubereich.
Außerdem muss die Unternehmererklärung nur für bestimmte Arbeiten abgegeben werden. Alle für die elektro- und informationstechnischen Handwerke relevanten Fälle sind hier wiedergegeben.

Die Unternehmererklärung ist abzugeben beim erstmaligen Einbau oder die Ersetzung von:

  • Heizungskesseln,
  • sonstigen Wärmeerzeugungssystemen (z.B. Elektrospeicherheizung oder Wärmepum-pe),
  • Verteileinrichtungen (z.B. Strangleitungen eines Wärmeverteilsystems),
  • Klimaanlagen,
  • sonstigen Anlagen der Raumlufttechnik,
  • Warmwasseranlagen.

Hier nicht aufgezählt sind weitere Fälle, die für Elektriker nicht relevant sind, wie die Änderung von Außenbauteilen im Sinne des § 9 Abs. 1 Satz 1 und die Pflicht zur Dämmung oberster Geschossdecken im Sinne von § 10 Abs. 3 und 4, auch in Verbindung mit Abs. 5 EnEV.

» Rechtssichere Verwendung und Unterschrift

Zur rechtssicheren Verwendung des Formulars empfiehlt der ZVEH, dem Auftraggeber das Original auszuhändigen und eine Kopie für die eigenen Akten anzufertigen. Die Rechnung und die Materialliste sollte zur Dokumentation der vorgenommenen Arbeiten ebenfalls archiviert werden.

Das Formular sollte vom Betriebsinhaber, vom vertretungsberechtigten Betriebsleiter oder von einer vertretungsberechtigten verantwortlichen Elektrofachkraft unterzeichnet werden.

 

Unternehmer-Ausweis / Errichterbescheinigung / Fachunternehmer-Erklärung

» Warum die Selbsterklärung Unternehmer-Ausweis?

Häufig verlangen Bauaufsichtsämter, Architekten, Ingenieurbüros, aber auch viele private und gewerbliche Auftraggeber eine besondere Bescheinigung des (bau-) ausführenden Handwerksunternehmens, die einer Selbstauskunft (Eigenerklärung) gleichkommt. Bislang wurde die betreffende Bescheinigung auch als „Fachunternehmer-Erklärung“ ausgewiesen. Dieser lange Zeit gebräuchliche Begriff ist jedoch aufgrund  § 26a EnEV 2009 nun besetzt (siehe oben).

Der ZVEH spricht gegenüber den Mitgliedsbetrieben die Empfehlung aus, nach Abschluss der handwerklichen Arbeiten im Regelfall stets auch eine Eigenerklärung gegenüber dem Bauherrn (oder dem Beauftragten des Bauherrn) abzugeben. Die Abgabe selbst verursacht keine größere Mehrarbeit, stellt jedoch in der Abgrenzung zur Schwarzarbeit, zu so genannter Nachbarschaftshilfe und ebenso zum klassischen „Pfusch am Bau“ eine Profilierung dar, an der andere, lichtscheue Mitbewerber so schnell nicht vorbeikommen. Der ZVEH verbindet damit die Hoffnung, dass sich Eigenerklärungen dieser Art durch eine freiwillige und ebenso regelmäßige Vorlage im Baugeschehen als Standard durchsetzen, so wie auch das bekannte Angebot „Prüfprotokoll + Übergabebericht“ – herausgegeben von Seiten des ZVEH.

Im Nächsten Absatz finden Sie nach Login die entsprechenden Formulare für E-Blitz- und E-Marken-Betriebe zum Download als pdf-Dokument (mit Erläuterung) und als Word-Dokument (nur Mustertext zur Übernahme auf Ihr Geschäftspapier).








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