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02.11.2020

Das E-Handwerk hat noch Ausbildungsplätze frei

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind noch immer viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Während sich viele Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie bei der Einstellung zurückhaltend geben, gibt es positive Nachrichten vom E-Handwerk.

Der E-Zubis Stellenfinder listet potentielle Ausbildungsbetriebe.Bild: ArGE Medien im ZVEH

Während andere Branchen seit Beginn der Corona-Pandemie von starken Auftragsrückgängen betroffen sind, zeigt sich das E-Handwerk robust. „Die Auftragslage ist im Elektrohandwerk nach wie vor gut“, erklärt Christoph Hansen, Präsident des Fachverband Elektro- und Informationstechnik Hessen/Rheinland-Pfalz (FEHR). „Durch ihre Systemrelevanz nehmen die E-Handwerke einen besonderen Stellenwert ein, da die Versorgung von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Sicherheitsorganisationen aufrechterhalten werden muss“, berichtet Hansen.

Positivtrend bei Neuverträgen           
Deutschlandweit haben im vergangenen Jahr über 15.000 Jugendliche eine elektrohandwerkliche Ausbildung begonnen. Etwa 13.000 davon entschieden sich für eine Ausbildung zum/zur Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. In Hessen und Rheinland-Pfalz starteten mehr als 1.600 Jugendliche eine Ausbildung in diesem Beruf.

Auch bei den Abschlüssen setzt sich der Positivtrend fort. Knapp 8.900 Auszubildende haben im vergangenen Jahr ihre e-handwerkliche Gesellenprüfung erfolgreich bestanden. Ähnlich sieht es bei dem Meistertitel aus, der laut dem Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) inzwischen dem Bachelor-Abschluss einer Hochschule gleichgestellt ist. Hier stieg die Zahl der Gesellinnen und Gesellen mit erfolgreich abgeschlossener Meisterprüfung auf über 2.300. Der Meistertitel eröffnet den Inhabern hervorragende Perspektiven: Sie können ihr eigenes Unternehmen gründen, ein ergänzendes oder weiterführendes Studium anschließen oder Führungsaufgaben in Handwerk oder Industrie übernehmen.

Mit Blick auf die Zukunftsperspektiven weist Hansen darauf hin, dass sich das E-Handwerk als besonders krisenfest erwiesen hat: „Das E-Handwerk war schon immer ein stabiler Arbeitgeber. Selbst in Krisenzeiten werden Mitarbeiter nicht einfach entlassen. Unsere Innungsfachbetriebe halten daher auch während der Corona-Pandemie an der dualen Berufsausbildung fest.“ Unter www.e-zubis.de finden Schulabgänger, Abiturienten und Studienabbrecher alle wesentlichen Informationen zu den Ausbildungsberufen im
E-Handwerk. Hier gibt es auch eine Ausbildungsplatzsuche, auf der Bewerbungsunterlagen hochgeladen und direkt zum Betrieb gesendet werden können. „Es lohnt sich für junge Leute allemal, noch eine Bewerbung zu versenden“, so Hansen.

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