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15.12.2020

Innung Westeifel: In Meisburg schnelles Laden wie an der Autobahn möglich

E-Mobilität kann nur funktionieren, wenn der Autobesitzer Zugang zu einer entsprechenden Lademöglichkeit hat. Im ländlichen Raum bedeutet dies zumeist eine Ladevorrichtung Zuhause. Doch auch regionale Firmen bieten inzwischen vermehrt öffentliche Ladesäulen.

Schnelles laden für E-Autos ist jetzt auch in Meisburg möglich.Foto: Autohaus Neuerburg

In Meisburg ist es das Autohaus Neuerburg. Dort ging im November eine Kombi-Ladesäule in Betrieb. Ausgestattet mit einem Wechselstrom (AC) Anschluss mit 22 kW für Typ 1 Stecker und einem Gleichstrom (DC) Schnell-Ladeanschluss (CSS) bis 50 kW für Typ 2 Stecker. „Mit den DC Anschluss ist ein E-Golf schon in 45 Minuten voll aufgeladen“, erzählt Fred Neuerburg. Er bietet damit in Meisburg schnelles Laden wie an einer Autobahntankstelle. Dem Kfz-Meister war es ein Anliegen, der Bevölkerung vor Ort eine Ladelösung zu bieten. „Die nächsten SchnellLadesäulen sind erst in Daun oder Bitburg zu finden“, erzählt Neuerburg.

Tanken kann man derzeit mit einer Karte, die man im Autohaus erhält. Aber schon im Frühjahr soll alles voll digital laufen und Kunden können rund um die Uhr mit eigenen Charging-Karten oder übers Smartphone per App zahlen. „Hier sind wir bislang von Seiten des Telekommunikationsdienstleisters noch nicht so ausgestattet, wie man es sich im Jahr 2020 auch für die Eifel erwarten dürfte, aber das kommt jetzt“, merkt der Unternehmer an. Förderung vom Bund gab es für die Ladesäule nicht. „Der Antrag wurde abgelehnt, weil man von Seiten der BAV (Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen) unser Projekt für die Region als nicht fördernswert bewertet hat“, kritisiert Neuerburg, der sich aber von solchen Umständen nicht abhalten ließ.

„Vieles in unserer Gesellschaft und Wirtschaft funktioniert nur daher so gut, weil ambitionierte Handwerker die Dinge anpacken anstatt darauf zu warten, bis andere mal soweit sind“, weiß auch Dirk Kleis, Geschäftsführer der Kfz-Innung Daun-Prüm, zu der auch Fred Neuerburg gehört. Die Kfz-Innung hatte bereits 2019 mit der Elektroinnung Westeifel eine Kooperation geschlossen, um Verbrauchern bedarfsgerechte Ladelösungen für E-Mobilität anzubieten. Beteiligt an dem Projekt in Meisburg war der Elektroinnungsbetrieb Johann Energie aus Darscheid.
 

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