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19.11.2018

Automatisierungsspezialist gewinnt Sonderpreis für Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Ein E-Handwerksbetrieb aus dem Werra-Meißner Kreis, die h. kühn GmbH aus Meinhard-Grebendorf, gewinnt in diesem Jahr erstmals den Sonderpreis des Otto-Heinemann Preises 2018.

Y. Rawiel, Geschäftsführer, spectrumK GmbH, Holger Kühn, Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund. (v.l.)Bild: Bildquelle: André Wunstorf/Berliner Pflegekonferenz 2018

Der in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ausgelobte Otto Heinemann Preis richtet sich an Arbeitgeber, die sich im besonderen Maße für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einsetzen. Denn die Mehrfachbelastung durch Beruf und Pflege betrifft in einer Gesellschaft mit einer steigenden Zahl von älteren Menschen immer mehr Arbeitnehmer. 

In diesem Jahr gab es eine Premiere. Die Mitglieder der Jury vergaben den Sonderpreis an die h. kühn GmbH aus Meinhard-Grebendorf und ehrten damit den mutigen Einsatz eines E-Handwerkbetriebs. „Beruf und Pflegeverantwortung miteinander zu vereinbaren, das bedeutet Höchstleistung beruflich und privat. Wenn besonders kleinere Unternehmen sich dafür einsetzen, ihren Mitarbeitern in diesen Phasen zu helfen, möchten wir das unterstützen. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, dieses besondere Engagement mit einer Auszeichnung zu würdigen“, begründete Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, den Sonderpreis.

Den Sonderpreis nahm Herr Holger Kühn sehr gern entgegen und ist stolz darauf, dass er diesen Sonderpreis gewonnen hat. Die h.kühn GmbH hat eine Betriebsgröße von 10 Mitarbeiter und ist Mitglied in der Elektro-Innung Werra-Meißner. Dies ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auch in kleinen, regionalen Handwerksbetrieben stattfinden kann. Holger Kühn möchte mit dem Preis anderen Handwerksbetrieben Mut machen, sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Kleinunternehmen einzusetzen und die Mitarbeiter zu unterstützen.

Ministerialdirektor Harald Kuhne, Leiter der Zentralabteilung, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, hob deshalb in seiner Laudatio zum Otto Heinemann Preis hervor: „Immer mehr Beschäftigte stehen vor der Herausforderung, neben dem Beruf Angehörige zu pflegen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewinnt daher auch unter diesem Gesichtspunkt – neben der Erziehung von Kindern – zunehmend an Bedeutung. Hier ist es wünschenswert, wenn Arbeitgeber ihre Angestellten bei diesem Weg unterstützen“. 

Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen der 5. Berliner Pflegekonferenz statt.

Der Otto Heinemann Preis wird von spectrumK, dem BKK Dachverband und dem IKK e.V. vergeben. Yves Rawiel, Geschäftsführer von spectrumK und Initiator der Berliner Pflegekonferenz, lobt das Engagement der Preisträger, aber auch das der Nominierten und der zahlreichen Bewerber. „Der Einsatz der Unternehmen und Institutionen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der belastenden Situation der Pflege von Angehörigen durch innovative Programme und Angebote zu unterstützen, ist bemerkenswert. Das wollen wir mit dem Otto Heinemann Preis würdigen und weitere Unternehmen motivieren, ähnliche Wege zu gehen.“

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