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25.03.2019

CDU fordert kostenfreie Meisterausbildung

Der berufliche Aufstieg im Handwerk muss besser unterstützt werden. Das fordern der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, und die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Gabi Wieland. Die Meisterausbildung sollte kostenfrei und gegenüber dem Studium nicht benachteiligt sein. Es gelte, Gebühren- und Förderbedingungen für beide Bildungswege anzugleichen. Derzeit müssen angehende Meisterinnen und Meister die meisten Kosten selbst tragen, im Durchschnitt etwa 10 000 Euro.

„Eine einheitliche, schnelle und unbürokratische Regelung für ganz Deutschland ist dringend notwendig. Wir können nicht in Sonntagsreden die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung beschwören, während gleichzeitig angehende Meisterinnen und Meister Kredite aufnehmen müssen, um anfallende Kosten zu decken. Die bisherige Praxis ist ungerecht. Gerade vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftemangels wäre Gebührenfreiheit ein wichtiges Signal. Die kostenlose Meisterausbildung sollte endlich auf Bundesebene realisiert werden. Absichtserklärungen gab es genug, jetzt kommt es auf eine klare Ansage aus Berlin an. Meisterbonus, Aufstiegsbonus, Meisterprämie – das bisherige Förderinstrumentarium in den verschiedenen Bundesländern kann nur eine Übergangslösung sein“, so Christian Baldauf.

Ergänzend dazu Gabi Wieland: „Die Nachwuchsprobleme im Handwerk sind enorm. Wir müssen mehr Anreize für junge Menschen schaffen, sich für einen handwerklichen Beruf zu entscheiden und einen Meisterabschluss anzustreben. Die rheinland-pfälzische Landesregierung tut zu wenig für die berufliche Ausbildung. Nach einem aktuellen Vergleich unter den Bundesländern zahlt Rheinland-Pfalz teilweise weniger Meisterprämie. Auch die Gründungsprämie fällt gegenüber Bundesländern, die die Selbstständigkeit von Meistern unterstützen, geringer aus. Zudem vernachlässigt die Ampelregierung die berufsbildenden Schulen. Die Unterrichtsversorgung ist dauerhaft schlecht, der Lehrermangel groß und der fachfremde Unterricht hoch.“

Der FEHR begrüßt den Vorschlag, die Meisterausbildung kostenfrei anzubieten. Hierdurch erhält die handwerkliche Ausbildung gegenüber dem Studium ihre längst überfällige Gleichwertigkeit. Die Angleichung der Gebühren- und Förderbedingungen beider Bildungswege sollte daher endlich auf Bundesebene realisiert werden.

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